© Fotostudio am Schloss/Herzogenaurach

3. Regelveranstaltung

Aula des Gymnasiums Bersenbrück
Sonntag 06. Dezember 2026  19.30 Uhr

Die amerikanische Päpstin

– Theatergastspiele Fürth –

von Esther Vilar mit Kathrin Ackermann und Ferdinand Ascher

2042 ist von der Strenge der katholischen Kirche nicht mehr viel übriggeblieben: Der Papst regiert nicht mehr auf Lebenszeit, sondern wird auf vier Jahre von allen Gläubigen gewählt, gleichgeschlechtliche Ehen, kirchliche Scheidungen und Abtreibungen sind erlaubt, das Zölibat wurde abgeschafft und die Besitztümer der Kirche auf Massenauktionen versteigert. Aus den Slums von Los Angeles stammend steht die erste Frau im höchsten Amt der katholischen Kirche einer Kirchengemeinde gegenüber, in der die Beichte abgeschafft wurde und der gekreuzigte Jesus Christus aus psychologischen Gründen einem Rocker mit Dornenkranz weichen musste. Über die Jahre hinweg haben sich die Päpste in Sachen Demut und Bescheidenheit ständig den Rang abgelaufen, den frommen Christen immer mehr Freiheiten eingeräumt. Trotzdem schwinden die Gläubigen – unterbrochen von Werbesendungen zieht die Päpstin Bilanz, entwirft ein neues Bild der Religion und kommt zu dem Schluss, dass die Menschen ihre Freiheit nicht annehmen können, nicht annehmen wollen.

Ihre Lösung aus der Krise: Die Kirche muss zu alten Werten zurückfinden, abgeschaffte Rituale wieder eingeführt werden. Es müssen wieder sinnstiftende Grundsätze bestehen, an denen der Mensch Halt findet und sich orientieren kann.

Schonungslos hält Esther Vilar emanzipierten Frauen, freiheitsliebenden Männern und aus Prinzip oppositionellen Jugendlieben, aber auch der Kirche selbst, einen Spiegel vor, der unerbittlich Schein, Lüge und eigenes Versagen vor Augen hält, anklagt und überzeugt.

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Eintritt: € 24,- ermäßigt € 12,-  Kinder und Jugendliche in Begleitung Erziehungsberechtigter 4,- €

Für Mitglieder des Kulturringes ist der Eintritt frei.